Was hat Villa Lilla mit Dornröschen zu tun ?

Ich fand meine Villa in Form eines winzigen, alten Fischerhäuschens.
Es liegt unmittelbar an einem kleinen Hafen, und wenn ich aus dem Fenster schaue, blicke ich auf Bäume, auf Wasser und Segelboote. Die Morgensonne durchflutet das Zimmer und abends erlebe ich das besondere Licht der untergehenden Sonne.

Und plötzlich war es da - in meinem Kopf - das Zauberwort:
Villa Lilla ... Villa Lilla ... Villa Lilla ...?
Ein kleines, windschiefes Häuschen, das von außen betrachtet
die Bezeichnung Villa (lat.: Landsitz) nicht verdient.
Ich erspürte die Natur der Gegensätze, die sich in diesen Worten verbanden.
Lilla ist schwedisch und heißt 'die Kleine' - die kleine Villa!

Es offenbarte sich mir hinter diesen beiden Worten bald die ganze Idee,
die schon so lange darauf wartete, verwirklicht zu werden.

Der Reichtum meiner Villa liegt also ganz offensichtlich nicht im Repräsentativen, sondern vielmehr darin, dass sie mir Raum gibt zu dem, was mir im Leben immer eine der größten Freuden war und ist:
der Schönheit der Dinge nachzuspüren
und den glühenden Eifer am eigenen, schlichten Schaffen und Gestalten zu erleben.
Ein Raum der Inspiration, der Kreativität als auch der Kommunikation und des Austausches.

Heute weiß ich, es gibt die Villa Lilla schon viele Jahre im Dornröschenschlaf der Idee.
Und ist zur richtigen Zeit der richtige Ort endlich gefunden, dann erwacht die Idee und will getan werden ...

'Und plötzlich weißt Du,
es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.'
Meister Eckhart

Mittwoch, 21. April 2010

Es geht voran ...

Es wird Zeit für einen kleinen Etappenbericht über den Fortgang der Instandsetzungsarbeiten in der Villa Lilla. Verputzen ist angesagt. Da ich noch nie verputzt habe, mußte ich mich zuerst einmal schlau machen, wie das überhaupt funktioniert. Jeder hat es zwar schon mal gesehen, wie erfahrene Putzer flink und elegant den Putz an die Wand werfen - ich kann mich erinnern, daß wir das früher auch "Bewerfen" genannt haben - es sieht ganz einfach aus .... nun ja, ich habe dann so meine eigene Technik entwickelt. Das sieht zwar nicht so elegant aus, aber mit der Zeit hatte ich den Bogen raus. Das heißt, es landete immer weniger Putz auf dem Boden und auf mir. Da die Villa Lilla ein uraltes Fachwerkhäuschen ist, habe ich mich für Kalkputz entschieden. Zuerst ein etwas groberer Grundputz und darüber eine dünne Schicht Kalkglätte. Zimmer Nr. 1 ist nun fast fertig verputzt. Ich bin total glücklich - alles hat gehalten, nix ist wieder runtergefallen und es sieht auch ganz manierlich aus.
Hier nun der VORHER-NACHHER-VERGLEICH:


















































Das tägliche Arbeiten hier in den Räumen hat auch den Vorteil, daß ich die Lichtverhältnisse zu den unterschiedlichen Tageszeiten erlebe und dabei sehr viele Ideen zur Farbgestaltung und zur Einrichtung bekomme ... und Ideen beflügeln!

3 Kommentare:

  1. Oh sieht das toll aus... ich habe auch ein Zimmer mit einem Holzständerwerk und bin mir - im gegensatz zu Dir noch nicht sicher, ob ich nicht den Balken freilegen soll. Und auch ich habe dort das erste mal richtig verputzt. Ich finde Dein Zimmer wirklich total toll! Kalkputz habe ich in der Küche benutzt - oder lehmputz.
    Bleibt das Zimmer weiß oder kommt dort hell-lila?
    Ich habe mir jetzt Pigmente bei einem Freund besorgt. Mir waren meine Pflanzen-experimente ein wenig zu waghalsig, dafür ist leider die Kalkfarbe zu teuer. Bin gespannt wie es weitergeht. Liebe Grüße Tinki

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Antje,

    ich bin total beeindruckt, das machst Du alles selbst, boahhh. Ist ja verrückt und so eine Menge Arbeit. Der Raum sieht so schön aus, ich bin schon gespannt, wie es weitergeht

    GGLG Anne

    AntwortenLöschen
  3. Oh mein GOTT - nu kapiere ich das erst!!! Himmel, was für ein großartiger Blog, ich ... das Häuslein ist der... also... und auch die viele Arbeit, so liebevoll... Ein gelebter Traum ist das!!! Du bist so Klasse! Mönsch, ich sause zu Dir und wohne dann da, hihi
    Der Kalkputz, ach, ganz mein Ding...
    Antje, ich bin ab jetz eine Followerine bei Dir und wohne und werkle mit.
    GANZ dicken Drücker, hui, ich freuiii mich so, dass ich Dich gefunden habe!!!
    Deine Méa

    AntwortenLöschen